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Thomas Lehmann
Marketing

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Die STAHLWERK Thüringen GmbH setzt beim Thema Krane auf Know-how aus Köthen

Ende März waren die Vorbereitungen der Montage des Schrottplatzkrans soweit voran getrieben, dass die Brückenträger gezogen wurden. Zwei Autokrane mit 300 Tonnen Traglast waren nötig, um die beiden rund 70 Meter langen und über 100 Tonnen schweren Träger auf etwa 18 Meter Höhe zu heben. Zwei kleinere Autokrane sicherten währenddessen die abgespannten Portale. Im Anschluss konnten die Träger mit den Stützen verbunden werden.

Eine Ersatzanschaffung war nötig geworden, da der alte Kran nach 25 Jahren das Ende seiner Lebensdauer erreicht hatte. Der neue Kran wird zukünftig, wie schon sein Vorgänger, das Handling von Schrott zur Bereitstellung für den Schmelzofen übernehmen.

In enger Zusammenarbeit entwickelte der Kranbauer Kranbau Köthen ein individualisiertes Kranprodukt, das dem Unternehmen aus Thüringen, eine hochflexible Produktion ermöglicht und seinen Geschäfts- und Wertschöpfungsprozesse verbessert.

Der Transport und die Montage beim Kunden

Der schwierige Transport des Giganten verlief unproblematisch über die Straße, größere Zwischenfälle blieben aus. Erfahrungen aus der Vorlieferung von 2016 – ein Fachwerkportalkran mit 40 Meter Spannweite und 16 Meter Kragarm für die Verladung von Stahlprofilen – flossen hierbei in die Planung mit ein. Allerdings musste dieses Mal, aufgrund der Länge des neuen Schrottplatzkrans, die Anlieferung rückwärts durch die Hilfseinfahrt erfolgen.

In Zukunft sieht der Kranbau allerdings, durch eine deutliche Veränderung der Genehmigungsverfahren für die Durchführung von Schwerguttransporten, größere Probleme. Schon jetzt zeigen sich erste Auswirkungen, denn lange Bearbeitungszeiten für die Erteilung von Transportgenehmigungen, sind an der Tagesordnung. Ebenso kritisch sind lange, umständliche Transportwege, die zum Teil durch den schlechten Zustand vieler Brücken geschuldet ist, zu betrachten. Der Kunde zahlt diesen Mehraufwand in der Regel nicht. Ein weiteres Ärgernis sind oftmals, ungeplant auftretende Baustellen auf der freigegebenen Fahrtstrecke.

Die weitaus größere Herausforderung war die Montage des Schrottplatzkrans beim Kunden. Um den laufenden Betrieb nicht zu stören, wurden die Träger auf rund fünf Meter Höhe und um 15 Meter seitlich versetzt, zwischengelagert. LKWs konnten somit zum Entladen auf den Schrottplatz fahren und die Produktion ungehindert weiter gehen. Nach der Zugmontage wurde die Katze am Boden vormontiert und erst am Wochenende mit Hilfe eines 160 Tonnen Autokrans auf den Kran gesetzt – Hintergrund war der Wunsch des Kunden, den laufenden Betrieb so wenig wie möglich zu stören.

Mit der Inbetriebnahme des neuen Portalkrans, der den Ostteil des Schrottplatzes bedienen wird, sei für etwa Mitte Mai zu rechnen. Erst dann wird der alte Kran demontiert und verschrottet.

Der neue Portalkran

Die Hauptaufgaben des neuen Krans liegen zum einen in der Entladung von Wagons für den Schrottplatz und zum anderen in der Beladung der Schrottfähren für den Hochofen. Das Unterwellenborner Stahlwerk, das seit 2012 zur brasilianischen CSN-Gruppe gehört, ist damit sehr gut für die Zukunft gerüstet.

Wer Produktivitäts- und Effizienzsteigerung der Kundenunternehmen im Blick behalten möchte, kommt am Ende nicht drum herum, spezifische Lösungen zu entwickeln. Der Kunde gibt die Anforderungen vor: schneller, sicherer und effizienter. Daher bestand der Wunsch seitens des Stahlwerks, den neuen Kran robuster zu konzipieren und die generelle Umschlagsleistung zu erhöhen.

Die gesamte Konstruktion im Stahlbau ist im Vergleich zum Vorgänger-Kran höher eingestuft (H3B6 statt H3B5) und die Hubwerke eine Gruppe höher ausgelegt: Magnethub M8 statt M7 und Greiferhub M7 statt M6. Dies führte allerding zu einer Erhöhung des Gesamtgewichts beim Kran. Um die Kranbahn wieder zu entlasten, bekam der neue Kran 16 Räder, während der alte Kran noch mit 8 Rädern im Kranfahrwerk auskam.

Die Tragfähigkeit an den entsprechenden Lastaufnahmemitteln erhöht sich beim Magnethub von 30 Tonnen auf 32 Tonnen und beim Greiferhub von 16 Tonnen auf 20 Tonnen. Damit kann der Kran seinen Beitrag leisten, die tägliche Menge von rund 3.000 Tonnen Schrott zu bewegen, die das Unternehmen täglich im Schmelzofen verarbeitet.

Ergänzende Informationen zu Projekt Schrottplatzkran:

Spannweite des Krans: 50m + FS 7,25m + PS 9,5m (FS = Feststütze, PS = Pendelstütze)
Höhe des Krans: 22m
Katze: 2 Hubwerke
Magnethub: 32t in den Seilen
Greiferhub: 20t in den Seilen

Zugmontage der Träger

Zugmontage der Träger

Bild: Zugmontage der Träger bis in 18m Höhe

Über die Kranbau Köthen GmbH

Die Kranbau Köthen GmbH ist auf Sonder-, Prozess- und Automatikkrane spezialisiert. Am traditionsreichen Standort Köthen in Sachsen-Anhalt werden gemäß individueller Kundenvorgaben komplette Krananlagen als Brücken-, Halbportal- oder Vollportalkran geplant und gefertigt. Das Unternehmen greift auf mehr als acht Jahrzehnte Erfahrung zurück und zählen zu den führenden Kranbau-Herstellern in Europa.

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